Traumzeit oder Dreamtime

Lange Zeit, bevor der Mensch anfing, sich seiner selbst als physisches Lebewesen bewusst zu werden, befand sich unser Geist in einem grenzenlos komplexen Netzwerk von Beziehungen, einem transuniversellen Zustand, den die australischen Ureinwohner die Traumzeit nennen. In ihr sind alle physikalischen Zustände frei konfigurierbar, im Gegensatz zu den uns bekannten  Naturgesetzen. Nun existieren diese zwei Ebenen aber nicht getrennt, sondern, trotz starker Gegensätzlichkeiten, in starker Abhängigkeit voneinander. Beim Träumen, bei Erfahrungen mit Psychedelika und auch durch diverse Meditationspraktiken sowie beim Nahtoderlebnis findet eine teilweise Vermischung beider Ebenen statt. Bei mittlerer Ausprägung einer Bewusstwerdung einer solchen Erfahrung, hat die Erinnerung daran einen halluzinatorischen bis visionären Charakter. Auf diesen Traumpfaden manifestiert sich die Heiligkeit der Erde. In der Wahrnehmung der Aborigines, hinterlässt jedes Ereignis Spuren in/auf Gaia und in der alltäglichen Welt resultiert alles aus den Handlungen metaphysischer Wesen, deren Taten die Welt erschaffen.